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Lasst sie leben!

Meinen ersten Hai sah ich im Jahre 1972 auf dem Fischmarkt der Gewürzinsel Sansibar vor Ostafrika. Schon damals übte dieser schnittige und elegante Fisch eine ganz besondere Faszination auf mich aus. Seitdem bin ich Haien unter Wasser fast überall begegnet - im Atlantischen Ozean bei den Kap Verden, im Roten Meer vor den Küsten Ägyptens und des Sudans, im Indischen Ozean vor Ostafrika und auf der Inselwelt der Malediven. Ich habe Ammenhaie gestreichelt und graue Riffhaie mit Regenbogenmakrelen aus der Hand gefüttert. Nur, eines habe ich während zig hundert Haibegegnungen nie erlebt - einen hinterhältigen Angriff!

Wohl kaum ein anderes Tier als der Hai hat die Fantasie von uns Menschen seit altersher so beflügelt. Gerade in der Regenbogenpresse, hauptsächlich während der sommerlichen Urlaubszeit, muss dieser herrliche Fisch üble Nachreden über sich ergehen lassen. Haie werden dank menschlicher Unvernunft weltweit gnadenlos verfolgt. Man fängt sie in grausam, todbringenden Treibnetzen. Nur so, einfach zum Spaß, wird von Schiffen aus auf sie geschossen. Ohne Rücksicht darauf, dass die schwerverletzten Tiere jetzt schwimmunfähig absinken und langsam verenden.

Eine andere  Variante der vielfachen Todesfolter: Japanische Fischer schneiden gefangenen Haien bei lebendigem Leib die Flossen ab und werfen den sich vor Schmerz krümmenden Torso zurück ins Meer. Horrorfilme wie „Der weiße Hai“ taten das ihrige dazu, dass beim Gros der Weltbevölkerung kaum Sympathien für den Hai aufkommen. Zu Unrecht! Die „Fressmaschine“ Hai gibt es nämlich gar nicht. Von den rund über 300 bekannten Haiarten können nur ein paar wenige dem Menschen wirklich gefährlich werden. Die Betonung liegt da ausdrücklich bei „können“. Im Gegenteil, Haie sind äußerst scheue Räuber und es braucht viel Geduld, welche vollformatig vor die Kamera zu bekommen. Mutter Natur hat sie als „Gesundheitspolizei der Meere“ bestimmt und dazu so gut ausgerüstet, dass sich am Körperbau der Haie seit weit über 200 Millionen Jahren nichts mehr verändern musste. Heute sind die Haibestände auf der ganzen Welt gefährdet. Wissenschaftler machen darauf aufmerksam, dass die Vernichtung der Haie zu ernsthaften Störungen des biologischen Gleichgewichtes in den Meeren führt, was katastrophale Folgen für deren Biozönose haben wird. Wie  andere bedrohte Raubtiere auch, brauchen die Haie unseren besonderen Schutz. Als „Krone der Schöpfung“ sollte sich der Mensch dieser Aufgabe stellen!

Gunnar Förg

 

Aus der Presse:

Überall Schutz für Schildkröten, Wale, Elefanten und Tiger 
Haie dürfen weiter gejagt werden

Internationale Artenschutzkonferenz nach zehn Tagen beendet

Nairobi - Elefanten, Wale, Tiger und Schildkröten genießen nach der Artenschutzkonferenz in Nairobi weiter internationalen Schutz.

Forderungen nach einem stärkeren Schutz verschiedener Hai-Arten setzten sich auf der Konferenz der UN- Konvention über internationalen Handel mit gefährdeten Tierarten (CITES) jedoch nicht durch. Großbritanien hatte beantragt, den Riesenhai strikt zu schützen und den Handel bis zum nächsten Jahr zu reduzieren. Ebenso hatten Australien und die USA nach Angaben des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) gefordert, den Weißen Hai und den Walhai verstärkt unter Schutz zu stellen. 67 Delegierte sprachen sich für den Antrag aus London aus, 42 dagegen. Damit wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht erreicht.

Dafür setzten sich die Tierschützer am letzten Tag der zehntägigen Konferenz gegenüber den Anträgen Norwegens und Kubas auf Handelslockerungen durch. Norwegen hatte eine Erlaubnis für den Fang und Export von Zwergwalen aus eigenen Gewässern beantragt. Kuba hatte die Freigabe des Handels von Schildpatt verlangt. Der Panzer der Echten Karettschildkröte darf aber auch in einem Jahr nicht gehandelt werden.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Gunnar Förg

 

Aus der Presse:

Nervenkitzel unter Wasser
Tauchen im Haifisch-Käfig

Das umstrittene, bei Touristen jedoch beliebte Haifisch-Tauchen in Käfigen bleibt in Südafrika - im Gegensatz zu Südaustralien und Kalifornien - auch weiterhin erlaubt. Zu den diversen Anbietern des Unterwasser-Nervenkitzels, bei dem die Teilnehmer dem Weißen Hai aus kurzer Entfernung ins Auge schauen können, gehört neuerdings einem der bekanntesten Haiexperten. Chef der Tauchfirma „White Sharks Projects“ in Hermanus, 160 Kilometer östlich von Kapstadt, ist Craig Anthony Ferreira, der ehemalige Leiter des renommierten südafrikanischen „White Shark Research Institute“. Bei seinen Exkursionen tragen die Touristen zum Schutz der Weißen Haie bei: Ein Teil der Einnahmen geht an das Forschungsinstitut, das sich der vom Aussterben bedrohten Tierart widmet.
faf