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Projekt Erdkröte 

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Lebensraum Pegnitz

Ein heimeliger Nützling

Der Lebensraum Fluss hört noch lange nicht am Ufer auf. Seine Grenzen verlaufen fließend. Viele Tierarten, welche übers Jahr heimelig im verborgenen leben, sind stark ans Wasser gebunden, so wie die Erdkröten. Natürlich ist die obere Pegnitz, abgesehen von wenigen Kehrwassern, kein ideales Laichrevier für Froschlurche. Trotzdem trifft man die Erdkröte in den Wäldern entlang der Pegnitzufer und den angrenzenden Fluren der näheren Umgebung in lauen Regennächten regelmäßig!

Schaut man ihr in die goldrote Iris der Augen, meint man einen verwunschenen Prinzen zu erkennen. Mit ihrer graubraunen bis schwarzbraunen warzigen Haut entspricht die Erdkröte aber nicht unbedingt dem menschlichen Schönheitsideal. Erdkröten sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie ernähren sich von Würmern, Schnecken, Spinnen, Asseln und Insekten. Bei Gefahr stellen sie sich  mit den Beinen hoch auf, was sie ihren Fressfeinden gegenüber wesentlich größer erscheinen lässt und diese in der Regel dann völlig überrascht von der vermeintlich leichten Beute ablassen. Nur in der Paarungszeit, diese liegt je nach Wetter in den Monaten März und April, hat man die Chance, Erdkröten am hellen Tag zu sehen. Auf ihren Wanderzügen zu den angestammten Laichplätzen überwinden die Tiere oft mehrere hundert Meter, mit enormen Verlusten durch den Straßenverkehr, wenn die Laichgewässer nahe an Verkehrsadern liegen. Denn, Erdkröten suchen zur Fortpflanzung immer jene Gewässer auf, in dem sie auch geboren wurden. Die Weibchen sind wesentlich größer als die Männchen, die, von den „Damen“ während der Paarung an Land getragen und unter Wasser umhergeschwommen werden. Der Laich, also die Eier, sind in Schnüren verpackt, im Gegensatz zu den Fröschen. Diese produzieren Laichklumpen. Übers Jahr, beim Landaufenthalt führen Erdkröten ein verborgenes Dasein in Laub- und Mischwäldern, auch in Gärten oder Parks.

Wegen der schon erwähnten hohen Verluste durch die Autos ist es vielerorts so, dass sich in den krass ausgedünnten Beständen keine Paarungspartner mehr finden – folglich bleiben die ehemaligen Laichgewässer im Frühjahr leer.

Gunnar Förg